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Sprites - Kobolde der Hochatmosphäre

Sprites sind ein Wetterphänomen, von dem viele noch nie gehört haben. Sie erscheinen manchmal für Sekundenbruchteile hoch oberhalb großer Gewitter und sind mit bloßem Auge nur sehr schwer zu beobachten. Die ersten Beschreibungen stammen von Kampfjet-Piloten und Astronauten, erst durch die moderne Raumfahrt und Fotografie konnte ihre Existenz dann in den späten 80er Jahren zweifelsfrei nachgewiesen werden. Vom Boden aus ist ihre Beobachtung je nach Standort sehr schwierig. Ich selber habe jahrelang immer wieder Versuche unternommen, ohne Erfolg. 2015, am 03. Juli schließlich gelang es mir beinahe zufällig als ich eigentlich nachtleuchtende Wolken beobachten wollte. Stattdessen bemerkte ich in großer Entfernung ein großes Gewitter über der Nordsee, das unentwegt blitzte und wagte es, einen erneuten Versuch anzustellen. Nach einigen hundert Aufnahmen war plötzlich der erste Sprite auf einer Aufnahme, obwohl die Bedingungen mir eher ungünstig erschienen. Die wichtigste Voraussetzung ist folglich schlicht klarer Himmel zwischen dem Gewitter und dem eigenen Standort - eine Voraussetzung, die vor allem in Mitteleuropa häufig nicht erfüllt ist.


Die oben stehende Aufnahme ist ein Kompositbild mit allen an diesem Tag aufgezeichneten Sprites.

Kurze Zeit später konnte ich nochmals welche unter suboptimalen Bedingungen fotografieren, allerdings sind die Aufnahmen bei weitem nicht so eindrucksvoll. 2017 gelang mir ein weiterer Erfolg in Brandenburg mit einem Gewitter über Norddeutschland. Teils sind sie kaum, teils sehr deutlich auf den Aufnahmen zu erkennen.


Die Geometrie der Beobachtung eines Gewitters, das Sprites produziert, habe ich in einer schematischen Zeichnung umgesetzt. Die gekrümmte x-Achse ist kein Darstellungsfehler sondern einfach ein Ausschnitt der kugelförmigen Erdoberfläche.